GURKEN.SPLITTERFASERNACKT. – von Daniil Charms

Verbannt. Therapiert. Verknackt. Verhungert. Und trotzdem witzig.

Daniil Charms schrieb unter dem Einfluss von Dadaismus und Surrealismus aus den sowjetischen Lebensverhältnissen der 20er und 30er Jahre heraus seine Texte. Dies brachte ihm außer einer katastrophalen wirtschaftlichen Lage die Verfolgung als Feind des Sozialismus ein, inklusive Verbannung, Psychiatrie und Gefängnis, wo er im Alter von 38 Jahren verhungerte.
Charms ist nicht der erste Künstler, welcher der Paranoia des Stalinismus zum Opfer fällt, er ist auch nicht der einzige. Was den Fall Charms heraushebt aus der Masse ähnlicher Fälle, ist der Nachruhm des zu Lebzeiten nahezu unbekannten Autors. 1984 bringt der Haffmanns-Verlag „Fälle“ heraus, die Sammlung absurder Kürzestgeschichten wird zum Kult.

Von und mit: Mira Mazumdar, Alexander Wagner, Markus Böker und Stefan Krischke

Vorstellungen: 23. / 24. November 2014