HALLODRIO – von und mit dem Bräuhaus-Ensemble Passau

„Hallodri ist eine vornehmlich im süddeutschen Raum wie auch in Österreich gebräuchliche umgangssprachliche Bezeichnung für einen leichtfüßigen, lockeren und bisweilen durch seine Unbeständigkeit unberechenbaren Menschen. Hallodri wird als Synonym für Tunichtgut, Taugenichts oder Windiger Hund verwendet.“
(Wikipedia Deutsch – Die freie Enzyklopädie)

Ja, wo sind wir denn? Angesichts der Lage fällt eine Antwort darauf gar nicht so leicht. Finden sich für all die Probleme Lösungen oder ist die Frage nicht vielmehr, ob wir überhaupt noch Lösungen wollen? Die einen sagen so, die anderen sagen gar nichts. Bestellen wir lieber noch eine Halbe – oder zwei. Die anderen werden es schon richten – jedoch nicht für uns. Und was hat das mit dem Stück zu tun? Alles und nichts, das kommt ganz auf die Sichtweise an. „HALLODRIO“, die neue Komödie des Bräuhaus-Ensembles erzählt die Geschichte vom Aufstieg und vom Ende eines „Helden“ und wie es weitergeht. Denn nicht jeder, der nach einem Skandal in der Versenkung verschwindet, bleibt verschwunden. Bestimmte Talente sind zu kostbar, als dass man sie brachliegen lassen dürfte. Manche fallen oder werden gestoßen und landen doch wie eine Katze immer auf den Füßen. Für einen von denen steht am Anfang das Hotel „Rose“, am Ende die Steinzeit und eine Suppe, die man ihm eingebrockt hat. Wurde damit schon alles verraten oder kennt sich nun niemand mehr aus? Vielleicht noch so viel: Über allem schweben die drei Engel. Freilich sind sie auch nicht mehr das, was Engel mal waren. Es bleibt Ihnen aber kaum anderes übrig, als mit der Zeit zu gehen. Sonst würden sie in keiner Geschichte mehr eine Rolle spielen. In dieser Geschichte spielen sie allerdings eine – und gar keine unbedeutende. Wer daran zweifelt, sollte sich „HALLODRIO“ ansehen – und dann sein Urteil fällen.

Samstag, 04. April 2015