Jenseits des Horizonts

In Deutschland leben fast 19,3 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund: Türken, Rumänen, Kroaten, Syrer… und nicht zuletzt Russlanddeutsche. Viele von ihnen haben sich auf den Weg gemacht und sind nie angekommen. Oft über mehrere Generationen, verbindet sie die Suche nach einer (neuen) Heimat. Vertriebene, Flüchtlinge oder Aussiedler aus aller Welt leiden unter Identitätskonflikten und Gefühlen, entwurzelt, nicht zugehörig und ausgegrenzt zu sein.

Auf der Basis von Briefen und Interviews mit noch lebenden Zeitzeugen und der jüngeren Generation, setzt sich Jenseits des Horizonts mit der leidvollen Geschichte der Russlanddeutschen auseinander. Der Stoff geht aber weit über das Schicksal einer spezifischen Gruppe hinaus. Zahllose Menschen befinden sich weltweit auf der Flucht vor Kriegen und Gewalt. Auch diese Generation wird ihre Traumata und das Gefühl von Heimatlosigkeit an die Kinder weitergeben… Die Inszenierung ist somit auch ein Beitrag zur migrationspolitischen Debatte, einer Debatte, die nach wie vor von Vorurteilen geprägt ist.

Der ukrainische Autor Yurii Poimanov und der russlanddeutsche Schauspieler und Regisseur Jurij Diez haben das Stück entwickelt. Der ursprünglich in russischer Sprache geschriebene Text wird neben dem Deutschen passagenweise in russischer, englischer und spanischer Sprache inszeniert.

 

Yurii Poimanov – Schriftsteller und Drehbuchautor, lebt in Kiew, Ukraine; absolvierte die Philologische Fakultät des Staatlichen Pädagogischen Instituts in Luhansk; 1992 – 2002 unterrichtete Russisch, Literatur, Philosophiegeschichte, Religionsgeschichte und leitete ein Jugendtheaterstudio, 2002 – 2008 arbeitete als freier Journalist und Publizist; seit 2008 arbeitet als freier Schriftsteller; er erhielt zahlreiche Auszeichnungen als Drehbuchautor; für sein Buch „Die letzten Tage“ bekam er 2001 Literaturpreis; vier Nominierungen beim Film-Festival in Monte Carlo.

Jurij Diez, geboren 1981 in Nowo – Donezk/ Kasachstan, aufgewachsen in Russland; 1999 – 2002 Schauspielausbildung im Theater für Drama in Kamyshin/ Russland; lebt und arbeitet seit 2002 als freier Schauspieler, Regisseur u. Leiter von Theaterworkshops in Deutschland; 2018/19 Zusatzausbildung zum Dokumentarfilmer (Studio West in Salzburg); neben zahlreichen Rollen aus der klassischen und modernen Theaterliteratur hat er Mono-Stücke gespielt und wurde weltweit auf Festivals eingeladen und mehrfach ausgezeichnet; die interkulturelle Theaterarbeit ist ein Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit (u.a. Schauspieler in mehrsprachigen Inszenierungen in deutsch-ukrainischen Koproduktionen in Kiew/München oder Regiearbeiten mit Studierenden in China).

Mit: Jurij Diez, Adrian Castilla, Anna Kuzmenko
Regie: Jurij Diez
Regieassistenz: Valentin Walch
Dramaturgie: Katrin Kazubko
Musik/Ton: Rupert Bopp
Bühne: Markus Katzenbogner
Grafik: Alejandro Calderon
Fotografie: Mario Steigerwald
Öffentlichkeitsarbeit: Ayna Steigerwald, Susa Heck

Produktion: Dietmar Höss
Produktionsassistenz: Marile Glöcklhofer

Eine Produktion des Rationaltheater München e.V.  &  BKDR – Bayrisches Kulturzentrum der Deutschen aus Russland

Mit Unterstützung  und 

Gefördert von der Landeshauptstadt München Kulturreferat 

 

Termine
MI 13. Mai  – UA/Premiere – ABGESAGT
DO 14. Mai – ABGESAGT
FR 15. Mai – ABGESAGT
SA 16. Mai – ABGESAGT
SO 17. Mai – ABGESAGT

DI 26. Mai – ABGESAGT
MI 27. Mai – ABGESAGT
DO 28. Mai – ABGESAGT
FR 29. Mai – ABGESAGT

 

Einlass: 19:00 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr
Eintrittspreis: 20 Euro / erm. 10 Euro

KARTENRESERVIERUNG: ticket@rationaltheater.de