werk[statt] 3

Es lässt sich nicht vor den Toten weglaufen, auch nicht vor den eigenen Eltern, der Stadt, in der man aufgewachsen ist, der Geschichte des Landes, den Geschlechterordnungen, in die man hineingeboren wurde. Es ist ein Auf und Ab an kindlicher Nähe und anstrengender Distanzierung, eine mühselige Arbeit, denn „[w]enn wir etwas in diesem Land ändern wollen, dann müssen wir erst uns und vor allem unsere Eltern ändern“ 1. Zu all dem und mehr stellen Ksenia Gorbunova (München) und Marko Dinić (Wien) in der dritten Ausgabe der Lesereihe werk[statt] Ausschnitte aus ihren Romanen vor.   1 Dinić, Marko. Die guten Tage. Wien 2019, S. 78.

 

Ksenia Gorbunova, 1993 in Novosibirsk geboren, studierte Vergleichende Literaturwissenschaft in Mainz und München, war 2010 beim „schreibzimmer“ im Frankfurter Literaturhaus und 2012 beim Treffen Junger Autor*innen in Berlin dabei, seit 2018 Alumni bei der Bayerischen Akademie des Schreibens. Schreibt hauptsächlich Phantastisches, doch manchmal fühlen sich für Ksenia unkonventionelle, realistische Narrative ungeheuerlicher an, als erdachte Welten.

 

Marko Dinić, geboren 1988 in Wien, lebt und arbeitet als freischaffender Autor in Wien. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Belgrad. Er ist Vorstandsmitglied der Literaturplattform mosaik und Redaktionsmitglied der hauseigenen Literaturzeitschrift, Mitbegründer des Kunstkollektivs Bureau du Grand Mot sowie Organisator des INTERLAB – Festival für transdisziplinäre Kunst und Musik. Zahlreiche Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien, zahlreiche Stipendien. Im Frühjahr 2019 erschien im Wiener Paul Zsolnay Verlag sein vielbesprochener Debütroman Die guten Tage.

Foto: Mark Prohaska

 

Moderiert von: Slata Roschal & Fabian Widerna

 

Mit Unterstützung des Rationaltheater München e.V. Gefördert von:

 

Livestream per zoom
Anmeldung unter: werk.statt.rationaltheater@gmail.com

Einlass: 19:45 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr
Eintritt: Frei